Mittwoch, 23.05.2018
Tourismus Oberstdorf

Wege im Wanderparadies Oberstdorf

Dem Naturfreund bieten sich tolle Einblicke in Flora und Fauna. Oberstdorf ist ein Paradies für Wanderer: blumenübersäte Wiesen in sattgrünen Tälern, schimmernde Bergseen, rauschende Gebirgsbäche, die atemberaubende Aussicht auf das Bergpanorama und überall die glasklare Luft.

Hier kann man weit weg von der Hektik des Alltags entspannen und die Seele baumeln lassen. Hier kann man auf drei Ebenen die Natur erkunden, denn die Vielfalt der Wandermöglichkeiten macht Oberstdorf so einzigartig. Wer hoch hinaus will, findet hier ebenso sein Ziel wie diejenigen, die es lieber ruhig angehen und ihre Zufriedenheit auf den zahlreichen Spazierwegen in den Tälern finden.

Alpinberater Moritz Zobel, beim „Oberstdorf Magazin“ zuständig für die immer wieder neuen Wandertipps, sieht den Reiz für Wanderfreunde vor allem in diesem Tourenangebot auf drei Höhen. „Wir haben ein Repertoire für alle Ansprüche, in jedem Schwierigkeitsgrad und für jede Ausdauer, Wanderer, Bergsteiger und Kletterer, alle finden sie hier ihr Traumziel“. Die einfachen Wege im Tal und auch in mittleren Lagen sind ideal für Menschen, die sich das Bergsteigen oder gar Klettern nicht (mehr) zutrauen. Auch die gerade erst Angereisten freuen sich, sich auf einfache Weise an das Bergklima gewöhnen zu können. Zum guten Teil sind die Wege barrierefrei und darum für Rollstuhlfahrer und Familien mit Kinderwagen geeignet.

Wenn Moritz Zobel erzählt, spürt man bei ihm die Liebe zur Heimat und zur Natur. 75 Prozent der Gemeinde liegen in dem deutschlandweit größten Naturschutzgebiet „Allgäuer Hochalpen“. Hier findet man die artenreichste Flora und Fauna im gesamten Alpengebiet. „Diese Vielfalt verdanken wir den geologischen Gegebenheiten“, berichtet Zobel. Denn die verschiedenen Gesteinsarten Molasse, Helveticum, Flysch, Kalkalpen und Fleckenmergel hegen und pflegen jeweils eine ihr eigene Welt der Pflanzen und Tiere. Der Fleckenmergel zum Beispiel ist der fruchtbare Boden, auf dem die meisten der bewirtschaftenden Alpen gebaut wurden. Wer sich ein wenig auskenne, könne anhand des Bewuchses herausfinden, über welche Gesteinsart er gerade wandere, so Zobel.

Damit den Gästen der Spaß am Wandern, Bergsteigen oder Klettern nicht vergeht, sollte eine Tour gut vorbereitet sein. Einfach drauflos zu marschieren empfiehlt sich sicher nicht, kann in mittleren und Hochlagen sogar gefährlich werden. Auf geeignetes Schuhwerk, zweckmäßige Kleidung und einen sinnvoll gepackten Rucksack mit Brotzeit, ausreichend Trinken und Regenkleidung ist in jedem Fall zu achten. Vor Bergtouren sollte auf alle Fälle der Wetterbericht eingeholt werden, denn ein überraschender Wetterumschwung im Gebirge ist alles andere als spaßig.

Ist alles bedacht, kann es losgehen in die Täler, über die Hügel oder auf die Berggipfel. Auf allen Wegen laden unzählige Einkehrmöglichkeiten zur Rast. Was schmeckt nach allen Mühen leckerer als eine herzhafte Allgäuer Brotzeit, Kaffee und Kuchen oder ein erfrischendes Bier.

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