Dienstag, 02.11.2021
Tourismus Oberstdorf

Das Pfaffenhütchen

Das Pfaffenhütchen ist mehr als nur ein Strauch, denn es überzeugt nicht nur durch seinen hohen ökologischen Wert, mit seiner schönen Laubfärbung und den dekorativen Früchten ist es außerdem einer der schönsten heimischen Sträucher.

Das Pfaffenhütchen zeigt seine leuchtenden Früchte

Gerade jetzt im Herbst ist das Pfaffenhütchen, auch Spindelstrauch genannt, ganz besonders auffällig und wunderschön an den Rändern der Oberstdorfer Wege zu bestaunen.

Das verfärbte Laub glänzt in der gesamten Farbpalette der Rottöne, aber auch die außergewöhnlichen und intensiv rosa und orange leuchtenden Früchte des Strauches ziehen unsere ganze Aufmerksamkeit auf sich.

Pfaffenhütchen entwickeln zunächst unscheinbare Blüten, welche zwischen Mai und Juni gelblich-weiß blühen. In dieser Zeit zählen Fliegen und Ameisen zu den häufigsten Blütenbesuchern, doch auch Honigbienen nutzen die Blüten als Nahrungsquelle. Ab August reifen dann die Früchte aus. Sie bestehen aus vier rosa bis karminrot gefärbten Fruchtklappen. Zur Samenreife im September und Oktober platzen die Früchte auf ihrer Unterseite auf, so dass die Samen, umhüllt mit ihren dünnen, orangefarbenen Samenmänteln, zum Vorschein kommen. Von der individuellen Form der Früchte leitet sich der deutsche Name „Pfaffenhütchen“ ab, denn das Aussehen erinnert an das Birett, die vierkantige Kopfbedeckung christlicher Geistiger.

Während die Früchte und der restliche Teil der Pflanze für uns Menschen, für Ziegen, Schafe und Hunde giftig sind, zieht der Strauch zahlreiche Vögel, wie Rotkehlchen und verschiedenen Meisenarten an, welchen die Samen als Nahrung dienen. Damit das in fast ganz Süd- und Mitteleuropa sowie Kleinasien verbreitete Pfaffenhütchen in seiner vollen Pracht erstrahlen kann, benötigt es in freier Natur bevorzugt kalk- und nährstoffreiche sowie frische bis feuchte Lehmböden. Sonnige Standorte sind dafür optimal, denn hier färbt sich das Laub im Herbst am besten und der Fruchtansatz ist am höchsten. Am häufigsten kann man es in Auwäldern, Waldrändern und Ufergebüschen finden. Da es sich nicht nur durch seine Samen vermehrt, sondern auch in der Lage ist sich durch Wurzelaustrieb auszubreiten, wird es zudem gerne als Hecke und in heimischen Gärten gepflanzt. Der Strauch erreicht dabei in der Regel eine Höhe zwischen zwei und vier Metern. Typisch ist der sparrige Wuchs, welcher durch die fast rechtwinkelig abstehenden Seitenzweige entsteht.
Vielfältig einsetzbar
Nicht nur das Erscheinungsbild des Pfaffenhütchens macht so einiges her, auch das feinporige Holz des Strauches kann vielfältig verwendet werden. Durch seine Festigkeit besitzt es nach dem Schleifen eine besonders glatte Oberfläche und wurde früher daher vor allem zur Herstellung von Webspindeln, Orgelpfeifen, Stricknadeln, Schuhnägel sowie Zahnstocher verwendet. Zudem wurde das Pulver der Samen als Ungeziefermittel verwendet.
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