Montag, 25.06.2018
Tourismus Oberstdorf

Was muss mit auf eine Bergtour?

„So viel wie nötig und so wenig wie möglich“, empfiehlt Bergführer Moritz Zobel.

Nichts mehr zu tun hat der Wandersport von heute mit dem leicht angestaubten Image von gestern. Wandern ist voll im Trend, ist gesund und macht Spaß.

Immer mehr Menschen schnüren die Bergschuhe und unter alte Wandervögel mischen sich viele junge Leute, die diesen Sport für sich entdeckt haben. Losgehen soll es – Schuhe sind hoffentlich gut eingelaufen und ein gut sitzender Rucksack für die Tagestour mit praktischem Deckel, Seiten- und Hauptfach noch schnell gekauft. Doch was gehört hinein? So viel wie nötig und so wenig wie möglich – die Devise ist kurz, aber gerade für unerfahrene Wanderer wenig hilfreich. Der Leiter der Alpinen Information im Oberstdorf Haus, Moritz Zobel, hat auf die Frage ebenfalls keine Patentantwort.

„Die meisten Leute haben aber eher zu wenig dabei“, weiß er aus Erfahrung. Zunächst sei das Ziel relevant … „und der Schuh“, betont er. Die Unterschiede zwischen einem Wanderweg und einem Alpinweg seien leider nicht jedem klar. „Wandern kann ich überall, in der Lüneburger Heide genauso wie in den Allgäuer Alpen“, sagt Zobel. Für das 200 Kilometer lange Wandernetz rund um Oberstdorf reiche ein leichter Schuh mit gutem Profil durchaus. Kniffliger werde es aber in den alpinen Lagen. Auf anspruchsvollen Strecken wie dem Heilbronner Höhenweg muss der robuste knöchelhohe Bergschuh mit gutem Profil ran.

Beim Rucksack gebe es ebenso keine pauschale Antwort. „Welches Ziel habe ich, gibt es eine Einkehrmöglichkeit oder bin ich auf mich allein gestellt“, das müsse vorher geklärt sein.

Auf jeden Fall solle man ausreichend Verpflegung und vor allem Getränke dabei haben, denn auch die schönste Einkehr könnte einen Ruhetag haben. Der Proviant sollte facettenreich gestaltet sein. Einen süßen Riegel, saftiges Obst und Vollkornbrot, das sei eine bewährte Kombination, mit der man länger „im Saft“ bleibe.

Ein Erste-Hilfe-Set sollte immer dabei sein. Verpackungsmaterial dagegen sollte möglichst daheim bleiben. „Da produziert man schon mal keinen Müll und spart Gewicht“, erklärt Zobel. Die Kleidung müsse natürlich der Jahreszeit angepasst sein, Zobel empfiehlt den Zwiebellook, mit dem man sich Stück für Stück aus den Kleiderschichten befreien könne. Sonnenschutz mit Kopfbedeckung, Brille und Creme seien ebenfalls ein unbedingtes Muss. „Gerade im hochalpinen Bereich und auf Schneefeldern kann die Sonne ganz schön erbarmungslos runterbrennen“, warnt der Fachmann vor zu wenig UV-Schutz. Touren- und jahreszeitenabhängig seien auf hochalpinen Wegen auch Grödeln, Pickel und Stirnlampe empfehlenswert. „Und bei Bedarf Wanderstecken“, fügt Zobel, „wer damit umgehen kann, schenkt seinen Kniegelenken enorme Entlastung“.

Zwei Seelen wohnen in seiner Brust, wenn er an den Einsatz des Handys denkt. Eigentlich mag er es nicht, wenn es in den Bergen klingelt und bimmelt. Aber die Mobiltelefone können eben auch Leben retten. „Darum aufgeladen und eingeschaltet mitnehmen, dann kann man im Ernstfall geortet werden“. Eine Lebensversicherung seien die Handys jedoch nicht. Es böten sich wunderbare virtuelle Möglichkeiten wie GPS-Tracks, aber darüber solle man nicht das Gespür für die eigenen Sinne verlieren. Eine topografische Karte gehöre ebenfalls ins Gepäck. „Das kann beim Fehlen von Wegweisern oder wenn der Weg einmal unterm Schnee verschwindet zur Orientierung dienen“, sagt Zobel.

Tourismus Oberstdorf

Tipp:

Und noch eine Empfehlung hat der Alpinberater: „Im Sommer ein Blumenführer und im Herbst ein Pilzebuch, denn wer weiß, was blüht und wächst in unserer schönen Landschaft, der geht auch sorgsam mit ihr um“.

Parasol
Wir verwenden Cookies
Um die Funktionen unserer Websites technisch in vollem Umfang nutzen zu können, verwenden auch wir Cookies, um damit ein optimiertes und individualisiertes Online-Angebot sicherzustellen. Die Einbindung der Tools von Kooperationspartnern, die Statistiken zur Nutzung und dem jeweiligen Verhalten von Usern auf unseren Websites erstellen, werden ebenfalls hierdurch eingebunden und in die Leistungsmessung sowie die Anzeige relevanter Inhalte integriert. Ihre Zustimmung zur Verwendung von Cookies zu den oben genannten Zwecken erteilen Sie durch das Klicken auf "OK". Unter "Einstellungen öffnen" können Sie eine detailliertere Auswahl treffen und haben außerdem die Möglichkeit, die Einwilligung jederzeit zu widerrufen. Informationen zu Einstellungs- sowie Widerspruchsmöglichkeiten, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung | Impressum
zurück
Cookie-Einstellungen
Cookies die für den Betrieb der Webseite unbedingt notwendig sind. weitere Details
Website
Verwendungszweck:

Unbedingt erforderliche Cookies gewährleisten Funktionen, ohne die Sie unsere Webseite nicht wie vorgesehen nutzen können. Das Cookie »TraminoCartSession« dient zur Speicherung des Warenkorbs und der Gefällt-mir Angaben auf dieser Website. Das Cookie »Consent« dient zur Speicherung Ihrer Entscheidung hinsichtlich der Verwendung der Cookies. Diese Cookies werden von Heimweh Blog auf Basis des eingestezten Redaktionssystems angeboten.

Cookies die wir benötigen um den Aufenthalt auf unserer Seite noch besser zugestalten. weitere Details
Google Analytics
Verwendungszweck:

Cookies von Google für die Generierung statischer Daten zur Analyse des Website-Verhaltens.
Anbieter: Google LLC (Vereinigte Staaten von Amerika)
Verwendete Technologien: Cookies
Datenschutzhinweise: https://policies.google.com/privacy?fg=1

Externe Videodienste
Verwendungszweck:

Integration von YouTube Videos.
Anbieter: Google LLC
Verwendte Technologien: Cookies
Datenschutzerklärung: https://policies.google.com/privacy?hl=de&gl=de

Integration von Vimeo Videos.
Anbieter: Vimeo LLC
Verwendte Technologien: Cookies
Datenschutzerklärung: https://vimeo.com/privacy