Montag, 04.02.2019

Abschlag von der Schanze

Zwei Oberstdorfer planen 2019 die Vierplätzetournee im Allgäu – mit spektakulärem Auftakt

Auf den ersten Blick haben Skispringen und Golfen rein gar nichts gemeinsam. Hier jede Menge Adrenalin auf der Schanze, dort die Ruhe auf dem Grün. Der österreichische Skispringer Michael Hayböck, selbst ein passionierter Golfer, hat vor Kurzem aber gesagt: „Sowohl beim Golfen, als auch im Skispringen spielt sich aber sehr viel im Kopf ab.“

In Oberstdorf kommt man weder am einen noch am anderen vorbei. Die 9-Loch-Anlage ist Deutschlands südlichster Platz. Und die Gemeinde verbinden Sportfans weltweit freilich mit der Vierschanzentournee. Der Run auf diese Traditionsveranstaltung ist ungebrochen. Die Faszination Skispringen im Allgemeinen und die Vierschanzentournee im Speziellen stehen im Jahr 2019 Pate für eine neue Idee im Allgäu: die Vierplätzetournee. Dahinter stecken mit Martin Eulgem und Michael Fischer zwei Golfer, die beide im Golfclub Oberstdorf zuhause sind. Fischer erzählt: „Wir wollen mit diesem besonderen Event in die neue Golfsaison im Allgäu starten und dabei unsere tolle Region mit ihren vielen Golf-Möglichkeiten ins Rampenlicht rücken.“

Vom 3. bis 7. Juni 2019 wird das Turnier erstmals ausgetragen, gespielt wird auf den Plätzen der Golfclubs Oberstdorf, Oberstaufen-Steibis, Waldegg-Wiggensbach und im Allgäuer Golf- & Landclub in Otto-beuren. Für die Gesamt-Tourneewertung werden – ganz nach dem Vorbild der Skispringer – die vier Tagesergebnisse der vorgabenwirksamen Stableford-Wettspiele addiert. Neben der Einzelwertung wird es einen Teamwettbewerb geben, zu dem sich 4er-Teams anmelden können. Dabei wird das schlechteste Ergebnis für die Gesamtwertung gestrichen.

Richtig spektakulär verspricht das Rahmenprogramm zu werden. „Auf die Teilnehmer wartet ein „Nearest-to-the-Pin-Contest“ vom Schanzentisch der Heini-Klopfer-Skiflugschanze, einer der fünf größten Skisprungschanzen der Welt“, erzählt Eulgem. Für ein Holein-One wird ein hochwertiger Preis ausgelobt. Ganz so einfach
dürfte das allerdings nicht werden. Vom Abschlag am Schanzentisch bis zur Fahne im Auslauf sind es knapp 230 Meter. Eulgem sagt: „Es sind aber auch rund 130 Meter Höhenunterschied zu überwinden. Dadurch spielt sich das ,Loch‘ wie etwa 160 Meter. Es sollte also mit einem Eisen 5 oder einem Eisen 6 machbar sein.“ Bei einer Buchung bis 28. Februar kostet der Startplatz 199 €, danach 229 €.

Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung gibt es unter: