Donnerstag, 21.02.2019
Uli Auffermann

Erster Skibobverleih in Oberstdorf

Damals ... im Januar 1951

Hans Bühler, der Begründer des Skibobsports in Deutschland, eröffnet 1951 die „Erste Deutsche Skibobschule“

„Schönblick“ nennen die Einheimischen den gut 1300 Meter hohen Bergrücken des Schrattenwang, in dessen weiterer Erhebung sich Söllereck, Söllerkopf und schließlich das Fellhorn auf einem ausgeprägten Kammverlauf aneinanderreihen. Nach dem gleichnamigen Gasthaus in dem Gebiet benannt, macht „Schönblick“ seinem Namen alle Ehre. Den Besucher erwartet ein Alpenpanorama der Extraklasse. Nicht verwunderlich, dass schon immer viele Wanderer und Skiläufer herauf kamen an den Fuß des Söllerecks. So war es nur eine Frage der Zeit, bis die Idee einer Bergbahn in die Tat umgesetzt wurde. Zweimal wurde die Söllereckbahn seither umgebaut, und so geht es seit 1997 in geschlossenen Kabinen hinauf in die Bergwelt. Im Sommer ein Paradies für Wanderer, erschließt sie im Winter ein traumhaftes Skiareal.

Aber man kann auch im Sitzen weich gefedert über die Buckel einer alpinen Skipiste gleiten, elegant Schwung um Schwung im Tiefschnee ziehen. Mit einem Skibob! Skibobfahren, oder neudeutsch Snowbikefahren, ist eine wunderbare Alternative zum Skilauf, um die Freuden des Wintersports in der glasklaren Luft des Hochgebirges zu genießen. Mehr noch, Skibobfahren ist nachweislich gesund, das Verletzungsrisiko äußerst gering. Ein Spaß für die ganze Familie, für Jung und Alt, bei dem Gleichgewicht, Koordination und Fitness gleichermaßen auf überaus schonende Weise trainiert werden. Dazu kommt, dass es relativ einfach zu erlernen ist. Dennoch braucht man eine gewisse Fahrtechnik, damit sich das Vergnügen von Anfang an einstellt. Da macht es Sinn, einen Kurs zu absolvieren.

Und dafür war man in Oberstdorf immer schon in den allerbesten Händen, denn Hans Bühler, der Begründer des Skibobsports in Deutschland, eröffnete zusammen mit seiner Frau Ida im Januar 1951 an der Söllereckbahn die „Erste Deutsche Skibobschule“ mit Skibob-Verleih! Bühler ist ein Skibobpionier durch und durch. Alle konnten von seinem großen Können und seiner umfangreichen Erfahrung profitieren. Schließlich war er mehrfacher Bayerischer, Deutscher und Europameister. Seit 1966 besitzt er die Skiboblehrerlizenz und war 1975 Weltmeister der Senioren. Jedes Jahr aufs Neue freute sich Hans Bühler, seine Skibob- bzw. Snowbike-Schule im Winter endlich wieder aufzumachen, wie seine Frau berichtete, die sich um Verleih und Materialausgabe kümmerte.

Inzwischen haben sich Hans, der mittlerweile Ende 80 ist, und Ida Bühler zwar in den wohlverdienten Ruhestand zurückgezogen, doch in Oberstdorf gibt es natürlich auch weiterhin die Möglichkeit, Snowbikes auszuleihen.

Im „NTC Snow Park“ kann man, für sich allein oder als Gruppe, neben einem Snowbike auch Skibockerl oder Zipfelbobs ausprobieren.

Und wer unter der Obhut eines erfahrenen Guides neue Erfahrungen machen und zudem viel Gaudi im Schnee erleben möchte, ist auch dafür im Wintererlebnispark an der Station Seealpe genau richtig.

Vor allem: Snowbiken ist eben nicht nur ein Sport für Sportskanonen, sondern wirklich etwas für jedermann! Was einst mit Holzbobs begann, hat sich heute zu hochmodernen, ausgereiften Snowbikes entwickelt. Wie auch immer man es nennt, und einerlei, wie man es betreiben will, ob gemütlich, elegant oder rasant – Skibobfahren ist ein gefahrloser Fitmacher, bei dem Vergnügen und Naturgenuss im Vordergrund stehen.

Mehr Infos unter www.ntc-oberstdorf.de.